Mittwoch, 30. September 2015

Hokkaido-Fladen

Hallo zusammen,

jetzt war es ja schon eine ganze Weile ein bisschen still hier, was allerdings nicht heißt, dass ich nicht tolles habe, was ich euch gerne zeigen will. Ich hatte schlicht und ergreifend einfach keine Zeit zu tippen. ;-)

Am Wochenende hatte ich Besuch von einer guten Freundin, also hab ich die Zeit, die ich am Freitagabend auf sie gewartet habe, genutzt, um mal wieder ein neues Rezept auszuprobieren. Diesmal habe ich es über Pinterest im Blog Kreativliste gefunden. Ich liiiiiebe Pinterest übrigens. Da gibt es so viele tolle Ideen und Inspirationen, dass ich gar nicht mehr hinterher komme mit Basteln und Ausprobieren. Aber zurück zum Thema...


 Also ich hab am Freitag also Hokkaido-Fladen gemacht, weil ich noch einen Hokkaido-Kürbis aus dem Garten von meiner Mama verarbeiten musste. Das war eine richtig gute Idee, denn zum einen habe ich den Teig schon am Donnerstagabend vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Zum anderen mussten die Fladen nur 10 Minuten gebacken werden, was genau die Zeit war, die wir zum Auto ausladen gebraucht haben. Und da man bei dem Verkehr zur Zeit einfach gar nicht sagen kann, wann Besuch aus der Heimat in Karlsruhe ankommt, war das einfach nur perfekt. Währen meine Freundin eingeparkt und Auto ausgeladen hat, hat mein Mitbewohner schnell die Fladen fertig gebacken und wir könnten direkt essen, ohne dass ich sie lange warm gehalten werden mussten und lätschig wurden oder verbrannt ist.


Das Rezept findet ihr hier: http://kreativliste.de/kuerbis-rezept-hokkaido-feta-fladen/

Ich habe es natürlich wieder ein bisschen abgewandelt, sonst wäre es ja langweilig. :-P Statt 450 g Weizenmehl habe ich 350 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl genommen, damit der Teig ein bisschen rustikaler wird. Da ich keine roten Zwiebeln mehr hatte, hab ich eine weiße genommen, aber sonst hab ich mich doch ziemlich an die Angaben gehalten. Den Kürbis hab ich übrigens mit einem Sparschäler so schön fein geschnitten, was echt richtig gut geklappt hat. Insgesamt sind drei Fladen in Größe eines halben Backbleches rausgekommen.


Die Fladen waren nach 10 Minuten echt super knusprig und einfach nur der HAMMER! Meine Freundin meinte nur, dass vorher noch nie Kürbis gegessen hatte, aber dass ihr das echt gut geschmeckt hat. Und das obwohl sie eigenlich auch keine Zwiebeln mag... :-D Fazit: Wird auf jedenfall wieder mal gemacht!

Herzliche Grüße,
Christina


Donnerstag, 24. September 2015

Zwetschgenmuffins


Hallo zusammen,

ich hatte es euch Anfang der Woche ja schon angekündigt und wie versprochen kommt hier ein neues Rezept, mit dem ich meine Zwetschgenernte vom Wochenende verarbeitet habe. Da ich weiß, dass sich meine Kolleginnen immer über selbst gebackenes freuen, hab ich eben gestern Abend noch ein paar Muffins gezaubert, nachdem ich von einem recht anstrengenden Termin nach Hause gekommen war.

Und ich sag euch, es hat wirklich geholfen, mich zu entspannen. Ich hab eine ganze Weile über nichts nachgedacht und einfach abgeschaltet. Erst beim Spülen sind dann die Gedanken an den Termin vorher zurückgekommen.


So, nun aber zurück zum Rezept. Ich wollte unbedingt was mit Vollkornmehl und Haferflocken machen, hab aber bei meiner Lieblings-Recherchequelle Chefkoch.de kein passendes gefunden. Also hab ich einfach eines abgewandelt. Für mein Rezept braucht ihr:

125 g     Butter/Margarine
65 g       Zucker
1 Pck.    Vanillinzucker
1 Prise   Salz
3            mittelgroße Eier
200 g     Vollkornmehl
50 g       kernige Haferflocken
1 TL       Backpulver
1 TL       Zimt
75 ml     Milch
300 g     Zwetschgen
Die Zubereitung ist total einfach: Zuerst Butter/Margarine, Zucker, Vanillinzucker und Salz schaumig schlagen. Dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Haferflocken, Backpulver und Zimt mischen und zusammen mit der Milch unter den Teig rühren. Die Zwetschgen entsteinen und in Würfel schneiden. Anschließend vorsichtig unter den Teig heben. Dafür habe ich einen großen Teigschaber genommen, damit die Zwetschgen nicht zerquetscht werden.


Jeweils ein Papierbackförmchen in ein Muffinblech setzen und den Teig hineinfüllen. Durch die Früchte gehen die Muffins nicht wirklich hoch, deswegen habe ich die Förmchen randvoll gemacht. Wenn man den Löffel zwischendurch immer mal wieder in kaltes Wasser taucht, löst sich der Teig besser von ihm.


Bei diesem Rezept hat der Teig erstaunlicherweise genau 12 Muffins gegeben. Manchmal hat man aber ja ein bisschen Teig übrig und alle Förmchen sind schon randvoll. Dann nehme ich für den übrigen Teig immer ein Einmachglas, streiche das mit Margarine oder Öl aus und backe den restlichen Teig darin.


Die Muffins im vorgeheizten Backofen bei 175° Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 150° Grad) ca. 30 Minuten backen. Ich habe sie gar nicht weiter verziert, einfach weil es schon so spät war und ich keine Lust mehr hatte, aber theoretisch kann ich mir gut vorstellen, dass Zuckerguss mit ein bisschen Zimt oder das Frosting aus meinem Hochzeitstortenrezept (http://biestlicious.blogspot.de/2015/09/meine-allererste-hochzeitstorte.html) zu diesen Muffins passen.



Sie schmecken allerdings auch ohne Topping „sau leckeeeerrr“, hab ich mir von meinen Kolleginnen bestätigen lassen. :-)

Herbstliche Grüße und viel Spaß beim Nachbacken,
eure Christina

Montag, 21. September 2015

Kindheitserinnerungen: Zwetschgenknödel

Hallo zusammen,

am Wochenende war ich mal wieder für meinen Verein bonding-studenteninitiative e.V. unterwegs, bei dem ich mich schon seit Beginn meines Studiums engagiere. Mittlerweile studiere ich zwar nicht mehr, aber trotzdem nehme ich noch die ein oder Veranstaltung mit, die mir Spaß macht. Und deswegen war ich am Wochenende mal wieder in unserem Vereinshaus bei Kassel, wo ein Zwetschgenbaum steht, der so brechend voll hängt, dass ich hier in nächster Zeit sicherlich noch das ein oder andere Rezept mit Zwetschgen posten werde.

Schon seit Ewigkeiten hab ich mir vorgenommen, mal ein Rezept auszuprobieren, was meine Oma früher immer für mich gekocht habt. Wenn sie mit den Worten "Ich hab Zwetschgenknödel gemacht, willst du welche?" kam, saß ich schneller bei ihr am Tisch, als sie bis drei zählen konnte. :-D Ich liebe diese Dinger einfach. Yamm, yamm...


Nun hab ich leider keine Ahnung, wie meine Oma das immer gemacht hat. Ich weiß nur, dass auf jeden Fall Grieß im Teig war. Also hab ich bei Chefkoch.de gestöbert und - weil ich auch noch eine Packung Quark im Kühlschrank hatte, die verarbeitet werden musste - ein Rezept auf Quarkbasis rausgesucht.

Für ca. 8 Knödel braucht ihr:
250 g Quark
1 Ei
1 EL Zucker
1 Tasse Grieß (ich hab Hartweizen genommen)
8 Zwetschgen

Aus den ersten vier Zutaten einen Teig anrühren. Wenn er euch noch zu klebrig und feucht vorkommt, noch ein bisschen Grieß nachschütten. Dann die entsteinten Zwetschgen mit dem Teig ummanteln - das geht mit leicht angefeuchteten Händen einfacher, weil der Teig dann nicht so an den Händen klebt. Dann ca. 10 Minuten in kochendem Salzwasser garen, bis die Knödel an der Oberfläche schwimmen.

Dazu gab es noch Semmelbrösel und Zimt & Zucker. Bei dem Geschmack in meinem Mund hab ich mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, an den Tisch meiner Oma, in eine Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnere.

Nostalgische Grüße,
eure Christina

Freitag, 18. September 2015

Nutellalikör


Hey Leute,

heute teile ich mit euch ein Rezept, das ich in letzter Zeit oft gemacht habe, da ich sehr gerne selbstgemachte Sachen verschenke. Dieser Nutellalikör ist super schnell fertig und dabei auch noch gutes Oberarm-Training. ;-) 

Ich mach den Likör immer in meinem Tupperware-Shaker, es geht aber bestimmt auch direkt in der Flasche oder in einem anderen Behälter. Wenn ihr wagemutig genug seid, könnt ihr auch den Pürierstab benutzen, dann würde ich die Sahne aber erstmal raus lassen. 

Bisher ist der Likör immer super angekiommen und es blieb nie auch nur ein Restchen übrig. Vor kurzem hab ich ein Rezept für Oreo-Likör gefunden. Ich liebe Oreos! Den werde ich sicher demnächst auch mal ausprobieren und wenn er die Geschmacksprobe bestanden hat, gebe ich auch dieses Rezept gerne an euch weiter. Solange lasst ihr euch einfach diesen hier schmecken. :-)

So, lange Rede kurzer Sinn, hier kommt das Rezept:


Sahnige Grüße,
eure Christina

Dienstag, 15. September 2015

Gefüllte Zucchiniröllchen

Hallo zusammen,

schon letzte Woche habe ich ja von den tollen Früchten, die der Herbst mit sich bringt, geschwärmt. Aber da man ja nicht immer nur backen und Süßkram naschen kann, habe ich heute mal ein deftiges Rezept für euch. Meine Mama hat dieses Jahr wieder unheimlich viele Zucchini in ihrem Garten, die kreativ verarbeitet werden wollen. Deswegen gab es gestern bei uns mit Schinken und Käse gefüllte Zucchiniröllchen mit Tomatensoße und Reis. Ein super einfaches, aber wirklich raffiniertes Abendessen und wenn ihr den Reis weg lasst, ist es sogar ein Low-Carb-Rezept. :-)



Für die Zucchiniröllchen haben wir zwei große Zucchini genommen und sie mit dem V-Hobel in dünne Streifen gehobelt. Dann wurden sie ca. 5-10 Minuten in Salzwasser blanchiert, damit sie weich werden und gerollt werden können. Anschließend werden sie mit einer halben Scheibe Käse und Schinken belegt, zusammen gerollt und aufrecht in eine Auflaufform gesetzt.




Für die Tomatensoße haben wir eine Zwiebel gewürfelt und in Olivenöl angedünstet, ein Glas Sugo ai Peperoni sowie eine Packung passierte Tomaten hinzugegeben und die Soße nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Chili gewürzt. Da mir die Soße am Schluss aber zu dünnflüssig war, würde ich sie das nächste Mal noch mit ein bisschen Stärke andicken oder eine Viertelstunde einkochen lassen. Wer kein Sugo ai Peperoni Zuhause hat, was bei mir auch nur Zufall war, kann stattdessen auch eine Dose gestückelte Tomaten und etwas Tomatenmark nehmen.

Die Tomatensoße wird nun über die Zucchiniröllchen gegeben, die dann für eine halbe Stunde bei 200°C in den Backofen wandern.


In der Zwischenzeit könnt ihr den Reis kochen. Ich hasse Kochbeutelreis, deswegen mache ich das nach der bewährten 2:1 Methode. 2 Tassen Wasser auf 1 Tasse Reis in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Dann salzen und auf niedrige Temperatur stellen und solange kochen bis sich Löcher im Reis bilden. Meine Mama hat den Reis früher immer noch 10 Minuten in eine Decke gewickelt ruhen lassen. Dafür fehlt mir aber meistens die Geduld. ;-)

Alternativ könnt ihr zu diesem Gericht auch Nudeln oder Baguette oder eben gar nichts essen. Schön angerichtet sieht dieses super einfache Rezept wirklich total raffiniert aus und wird euch sicher begeistern.

Viel Spaß beim Nachkochen!
Eure Christina

Mittwoch, 9. September 2015

Apfelkuchen mit Vanillecreme und Nuss-Zimt-Streuseln

Hallo zusammen,

endlich wieder schönes Wetter! Der goldene Herbst ist da und bringt jede Menge tolle Früchte mit sich. Vor allem Äpfel gibt es dieses Jahr in Hülle und Fülle. Und weil ich gestern zu Besuch bei meinem ehemaligen WG-Mitbewohner und seiner Frau war, die vor kurzem Nachwuchs bekommen haben, habe ich kurzerhand mal wieder gebacken. Neulich beim Suchen nach Rezepten für die Hochzeitstorte bin ich über ein Rezept für Apfelkuchen mit Vanillecreme und Nuss-Zimt-Streuseln gestolpert und musste dieses natürlich unbedingt mal ausprobieren. Das Ergebnis war ein sehr saftiger und leckerer Kuchen, der super angekommen ist. :-)


Trotzdem würde ich beim nächsten Mal ein paar Dinge anders machen. Ich mag es zum Beispiel lieber, wenn der Boden ein bisschen dicker und knuspriger ist, deswegen würde ich das nächste Mal die 1,5-fache Menge vom Teig für den Boden machen. Dann müsste eine 26er Springform gut bedeckt sein.  Außerdem waren es mir für einen Apfelkuchen ein bisschen zu wenig Äpfel. Ich hatte den Boden mit einer Schicht bedeckt. Hier würde ich das nächste Mal noch eine zweite drauflegen. 


Da ich keine Mandeln zur Hand hatte, habe ich in die Streusel geriebene Haselnüsse, was dem Kuchen eine schön herbstliche Note gegeben hat. Mit Mandeln oder Walnüssen ist es aber sicherlich auch total lecker. Hier würde ich einfach die Sorte Nuss nehmen, die ihr am liebsten mögt. Damit die Streusel eine schöne Bräune bekommen, habe ich am Ende der Backzeit nochmal für 2-3 Minuten auf Grill geschaltet. Dabei aber aufpassen, dass der Kuchen nicht verbrennt!


Im Rezept steht, dass der Kuchen zum Anschneiden komplett ausgekühlt sein muss. Dafür solltet ihr mindestens 3-4 Stunden einplanen. Bei mir war er nach 4 Stunden immer noch lauwarm - angeschnitten haben wir ihn trotzdem und geschmeckt hat er auch toll. Aber heute Morgen als er richtig durchgekühlt war, hat er sich noch besser schneiden lassen. 

Man kann den Kuchen bestimmt auch mit anderen Früchten, die jetzt im Herbst Saison haben, abwandeln. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß beim Nachbacken!

Eure Christina

Samstag, 5. September 2015

Meine allererste Hochzeitstorte

Hallo zusammen,

mein erster Post ist einem Projekt gewidmet, auf das ich unheimlich stolz bin. Ich wollte schon immer eine Hochzeitstorte backen und als dann gute Freunde von mir zu ihrer Hochzeit eingeladen haben, habe ich genau das getan. Als ich das Angebot gemacht habe, die Torte zu backen, war ich mir noch sicher, dass das ein Kinderspiel für mich wird. Aber je näher die Feier gerückt ist, desto aufgeregter wurde ich, denn natürlich musste es gleich eine dreistöckige Torte werden. Da lass ich mich ja nicht lumpen.

Als ich angefangen habe, nach Rezepten zu suchen, war es wirklich schwierig, sich für eines zu entscheiden. Etwas fruchtiges sollte es werden... Also habe ich mich für Heidelbeere und Kirsche sowie ein Rezept auf Joghurt-Basis entschieden und eine Woche vor der Feier habe ich dieses auch Probe gebacken. Das Ergebnis hat mich allerdings total enttäuscht. Die Biskuitböden waren durchgeweicht, obwohl die Creme wirklich schön fest geworden war. Verdammt, so darf das im Ernstfall nicht ausgehen! Also ein weiteres Probebacken mit einem anderen Rezept auf Quarkbasis. Diesmal ist der Boden zwar nicht durchgeweicht, aber dafür wurde die Creme nicht richtig fest, wie man auf dem Bild sehen kann. Mir ist das Herz in die Hose gerutscht und meine Nervosität ist ins Unermessliche gewachsen.


Freitagabend vor der Hochzeitsfeier wurde es dann ernst und ich immer nervöser. Zuerst habe ich die Biskuitböden gebacken. Einen mit 26 cm Durchmesser und einen mit 20 cm. Den kleinsten Boden habe ich am Ende einfach aus einer Schicht des 20 cm Bodens ausgestochen. Das hat alles hervorragend geklappt, wie ihr seht. Die Böden habe ich abkühlen lassen und dann 3 bzw. 4 mal horizontal durchgeschnitten.


Dann ging es an die Füllung. Um die Torte noch ein bisschen raffinierter zu machen, habe ich mich entschieden auch noch eine Füllung aus Vanillepudding zu machen. Dafür habe ich einfach Vanillepudding mit weniger Milch gekocht, als auf der Packung steht. Kleiner Tipp am Rande: Zum Abkühlen lege ich immer eine Frischhaltefolie auf den Pudding, um zu verhindern, dass er eine Haut bekommt. Denn so muss ich nicht ständig umrühren. ;-)

Für die Heidelbeerfüllung habe ich die Heidelbeeren püriert und aufgekocht, darin dann die Gelatine aufgelöst und das Ganze abkühlen lassen, in der Hoffnung, dass es schon anfängt zu gelieren. Meine allergrößte Angst war nämlich, dass die Füllung wieder nicht richtig fest wird - so wie beim zweiten Probelauf und ich die Stockwerke nicht aufeinander setzen kann, weil die Tragkraft nicht ausreicht. Nach einer halben Stunde bin ich zurück zu meiner Heidelbeermasse, aber von Gelieren noch keine Spur. Naja, vielleicht braucht es eben noch ein bisschen mehr Zeit, also habe ich die Masse nochmal eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt. Doch auch nach dieser Zeit hat sich keine Veränderung gezeigt, was mich langsam ein bisschen aus der Fassung gebracht hat. Aber was soll´s, hab ich mir gedacht, jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich hab ja schon die 1,5-fache Menge Gelatine genommen, das wird schon werden. Mut zum Risiko - das war jetzt meine Devise. Also habe ich die Heidelbeercreme fertig gestellt und angefangen, die Stockwerke aufzuschichten. Boden - Vanillepudding - Heidelbeercreme - Boden - Vanillepudding - Heidelbeercreme - Boden. Auf die Böden habe ich noch Sahnesteif gestreut, um sicherzugehen, dass diese nicht durchweichen. Diesen Tipp hatte ich im Internet gelesen, als mein erster Versuch schief gegangen war.


Die übrige Heidelbeercreme hab ich in ein Schüsselchen gefüllt und mit in den Kühlschrank gestellt. Wer mich kennt, kann sich bestimmt vorstellen, dass ich in dieser Nacht schlecht geträumt habe - nämlich dass die Füllung nicht festgeworden ist und die Torte total in die Hose geht. Umso erleichterter war ich am nächsten Tag, als die Cremereste im Schüsselchen bombenfest geworden waren. Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen und ich habe mich total gut gelaunt an das Fertigstellen der Torte gemacht. Zunächst habe ich die Einzelteile der Torte aus den Ringen gelöst und ein Vanille-Frosting zubereitet. Mit diesem habe ich dann die einzelnen Stockwerke eingestrichen und die Dekoration mit einem Spritzbeutel aufgetupft. Das i-Tüpfelchen bildeten am Schluss die Heidelbeeren, die Fondant-Herzen und das Brautpaar auf dem Tortengipfel.


Die fertige Torte durfte dann noch eine Weile im Kühlschrank ruhen, bevor die letzte Etappe bevorstand: Der Transport zur Partylocation. Und ich sage euch, das war auch nochmal richtig nervenaufreibend. Eine Viertelstunde bevor ich abgeholt wurde, ist mein Pulsschlag in die Höhe gegangen und ich konnte nicht mehr still sitzen. Auf der Fahrt hat mich dann jedes Schlagloch und jede Schiene unendlich viele Nerven gekostet. Immerhin hatte ich 6 Stunden Zeit in die Torte gesteckt, da sollte sie ja auch heil ankommen. Die 35 Grad Außentemperatur waren hier natürlich auch nicht unbedingt förderlich. Aber am Ende ist alles gut gegangen und die Torte heil angekommen. Die Reaktion des Brautpaares und der Gäste haben dann die Mühen und Nerven, die mich die Torte gekostet hat, mehr als aufgewogen.


So stolz war ich schon lange auf kein Projekt mehr. Und dabei ist dann auch die Idee zu diesem Blog entstanden. Ich möchte diesen Stolz gerne mit euch teilen und euch Anregungen für eure eigene kulinarische Kreativität geben. Danke dass ihr mich dabei unterstützt, indem ihr meinen Blog verfolgt. Sicher wird nicht jeder Beitrag so etwas Extravagantes wie eine Hochzeitstorte zum Thema haben, aber mein Ziel ist es auch viel mehr, einfache Rezepte mit Wow-Effekt, die jeder nachmachen kann und die trotzdem total raffiniert sind, mit euch zu teilen. Seid also gespannt, wie es hier weiter geht. Ich bin es auch! :-)

So und hier nun noch das Rezept:


Herzallerliebste Grüße,
eure Christina

Freitag, 4. September 2015

Nur ein weiterer Food Blog?!

Liebe Freunde meiner kulinarischen Genüsse,

ich habe mich nun tatsächlich entschlossen meinen eigenen Blog zu erstellen. Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum sollte ich das tun, wo es doch schon sooo viele Food Blogs gibt?! Wozu noch einen Blog mehr? Weil ich weiß, dass zumindest ihr ihn lesen werdet und dafür danke ich euch!

Die Idee keimte schon lange in mir, denn wie ihr wisst, experimentiere ich unheimlich gerne in der Küche und oft dürft ihr an den Ergebnissen teilhaben. Nicht selten passiert es dabei, dass ich nach dem Rezept für die ein oder andere Köstlichkeit gefragt werde. Dabei sind manche Dinge doch so einfach. Klar bin ich immer gerne bereit, meine Rezepte zu teilen und genau dies werde ich ab jetzt über meinen Blog tun. Doch er wird nicht nur Rezepte enthalten, sondern alles, was ich für teilenswert halte - oder worauf ich einfach stolz bin und es euch gerne zeigen möchte.

Genau dies ist auch der Ansporn für meinen nächsten Beitrag, den ich bald veröffentlichen werde. Ich habe nämlich für gute Freunde meine allererste Hochzeitstorte gebacken, auf die ich so unglaublich stolz bin, dass ich ihr den ersten Beitrag widmen werde. Also seid gespannt und bleibt dran. Ich freue mich auf eure Kommentare und Likes.

Mit den allerbesten Grüßen,
eure Christina

PS: Den Namen des Blogs werde ich sicher im Laufe der Zeit noch aufklären.